Wer war Hexe(r)

Wie wurdeFrau / Mann  Hexe oder Hexer

Hexe, Hexer oder Zauberer konnte jeder sein. Es genügte das Anschwärzen bei der Obrigkeit.

Schlechtes Wetter, Dürre oder Überflutung, Totgeburt oder Missbildung bei Mensch wie Tier wurden als willkommener Anlass genommen, um jemanden der Hexerei zu bezichtigen. Ja selbst Lebenslust, überdurchschnittlich gutes Aussehen, kurz, alles was Neid hervorrufen konnte wurde zum Anlass genommen jemand der Hexerei zu bezichtigen. Hat der Nachbar zu viel Geld, zuviel Vieh, es gab einen Weg wenigstens zum Teil an das zu kommen. Einfach der Hexerei bezichtigen und schon war man einen grossen Schritt auf diesem Weg vorangekommen

 

Was dann folgte war klar, der / die Beschuldigte wurden verhaftet, in den Kerker geworfen und die wahnsinnige Maschinerie nahm ihren Lauf.

Die hochnotpeinliche Befragung

Während die seit dem 4. Jh. verfolgte Ketzerei (als Aberglaube gebrandmarkt) in die Zuständigkeit der geistlichen Gerichte fiel, durfte die weltliche Obrigkeit sich nicht in deren Belange einmischen. Ihr oblag der Vollzug der Leib- und Lebensstrafen bei ausschliesslich weltlichen Verbrechen. Erst ab 1487 wurde mit dem Gesetzbuch "Malleus maleficarum", volkstümlich "Hexenhammer", die Teufelsbuhlschaft der Hexensekte mit deren Schadenzauber gegen Mensch und Tier zum "crimen mixtum", zum "gemischten Verbrechen" (Verstoss gegen "göttliches", kirchliches und bürgerliches Recht) erklärt.

Damit konnten nun Sündenböcke für Unerklärliches, Aussenseiter der Gesellschaft, oder einfach missliebige Personen denunziert, als "Hexen" verfolgt, nach Vorschrift gefoltert und fast immer hingerichtet werden. So wurden Hexen durch das reinigende Feuer verbrannt, wobei die weltliche Obrigkeit als Vollstrecker des göttlichen Willens in Aktion trat.

 

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